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Andrés Segovia: guitar

Deutsche Gramophon 471-430-2,
4 CDs.

Durch Andrés Segovia fand die Gitarre im 20. Jahrhundert ihren Weg in den Konzertsaal. Zahlreiche Komponisten wurden durch sein Spiel inspiriert: Dem Jahrhundert-Gitarristen Andrés Segovia (1893-1987) hat die Deutsche Gramophon jetzt ein randvolles Paket mit historischen Aufnahmen auf vier CDs gewidmet. Die Veröffentlichung bietet gleichzeitig einen Querschnitt durch die Musik für Gitarre, vorwiegend spanischer Prägung. Darin fehlt natürlich Joaquín Rodrigo nicht, dessen berühmte „Fantasía para un Gentilhombre“ Segovia filigran und leidenschaftlich umsetzt. Feurig nimmt er Rodrigos überaus kniffeligen „Fandango“. Daneben gibt es viele Entdeckungen, etwa das fulminante „Concierto del Sur“ des Mexikaners Manuel Ponce, geschliffene Kleinode von Federico Mompou und eine quirlige Sonate von Mario Castenuovo- Tedesco. Und auch die Alte Musik ist auf dem Album vertreten, ein Werk von Santiago de Murcia, eine Passacaglia und Cappricci von Ludovico Roncalli, Pavanen von Luis Milán sowie eine Suite von Gaspar Sanz. Fernando Sor, Isaac Albéniz und Enrique Granados runden das Portrait ab. Die vierte CD der auch im Design gelungenen Anthologie ist Segovias Interpretationen von Werken Johann Sebastian Bachs vorbehalten, ein weiterer Pfeiler im Lebenswerk des Gitarristen.

Eckhard Weber

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